🏥
Krankenkasse
Krankenkasse wechseln 2026: So sparen Sie bis zu 40%
Die Krankenkassenprämien steigen auch 2026. Erfahren Sie, wie Sie Ihre Grundversicherung wechseln und dabei bis zu 40% sparen können — ganz legal und unkompliziert.
Warum jetzt wechseln?
Jedes Jahr im Herbst veröffentlicht das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die neuen Krankenkassenprämien für das Folgejahr. Die Prämienunterschiede zwischen den Kassen können je nach Kanton und Modell erheblich sein — teilweise bis zu 40%. Trotzdem wechseln nur wenige Versicherte ihre Grundversicherung, obwohl die Leistungen gesetzlich identisch sind.
Schritt-für-Schritt zum Wechsel
Der Wechsel ist einfach: Kündigen Sie Ihre bestehende Grundversicherung bis zum 30. November schriftlich per Einschreiben. Die neue Krankenkasse muss Sie aufnehmen — es gibt keine Gesundheitsprüfung und keinen Aufnahmevorbehalt in der Grundversicherung. Vergleichen Sie vorab die Prämien auf MeineSchutz und wählen Sie das günstigste Angebot.
Alternative Modelle nutzen
Neben dem Standardmodell gibt es das Hausarztmodell, das Telmed-Modell und das HMO-Modell. Diese alternativen Versicherungsmodelle bieten dieselben Leistungen, sind aber oft deutlich günstiger. Im Telmed-Modell beispielsweise rufen Sie bei gesundheitlichen Fragen zuerst eine medizinische Hotline an, bevor Sie einen Arzt aufsuchen.
Prüfen Sie ausserdem, ob eine Erhöhung der Franchise sinnvoll ist. Wer selten zum Arzt geht, kann mit einer Franchise von CHF 2'500 pro Jahr mehrere hundert Franken an Prämien sparen. Nutzen Sie unseren Vergleichsrechner, um die optimale Kombination aus Modell und Franchise zu finden.
⚖️
Krankenkasse
Franchise erhöhen oder senken? Der ultimative Guide
Die Wahl der richtigen Franchise hat grossen Einfluss auf Ihre Prämie. Wir zeigen Ihnen, wann sich welche Franchise lohnt und wie Sie die optimale Höhe berechnen.
Was ist die Franchise?
Die Franchise ist der Betrag, den Sie pro Kalenderjahr selber bezahlen, bevor die Krankenkasse Kosten übernimmt. Erwachsene können zwischen CHF 300 und CHF 2'500 wählen. Je höher die Franchise, desto tiefer die monatliche Prämie — aber desto mehr zahlen Sie im Krankheitsfall aus eigener Tasche.
Die Faustregel
Rechnen Sie Ihre durchschnittlichen jährlichen Gesundheitskosten zusammen. Wenn diese regelmässig unter CHF 1'000 liegen, lohnt sich in der Regel die höchste Franchise von CHF 2'500. Die Prämienersparnis gegenüber der Mindestfranchise beträgt je nach Kasse CHF 1'200 bis CHF 2'400 pro Jahr. Übersteigen Ihre Kosten regelmässig CHF 2'000, ist die Mindestfranchise von CHF 300 die bessere Wahl.
Wichtig: Selbstbehalt nicht vergessen
Neben der Franchise zahlen Sie einen Selbstbehalt von 10% auf die Kosten oberhalb der Franchise, maximal CHF 700 pro Jahr (CHF 350 bei Kindern). Im schlimmsten Fall betragen Ihre maximalen Kosten bei einer Franchise von CHF 2'500 also CHF 3'200 pro Jahr (Franchise + maximaler Selbstbehalt). Berücksichtigen Sie dies bei Ihrer Berechnung.
Tipp: Wer sich für eine hohe Franchise entscheidet, sollte den eingesparten Betrag monatlich auf ein separates Konto legen. So ist im Krankheitsfall immer genügend Geld vorhanden, und Sie profitieren dennoch von der tieferen Prämie.
🦷
Zusatzversicherung
Zusatzversicherung: Lohnt sich das wirklich?
Spitalversicherung, Zahnversicherung, Alternativmedizin — die Auswahl ist gross. Wir klären, für wen sich Zusatzversicherungen wirklich lohnen und wo Sie sparen können.
Was deckt die Zusatzversicherung ab?
Im Gegensatz zur Grundversicherung ist die Zusatzversicherung freiwillig und bietet erweiterten Schutz. Dazu gehören unter anderem: freie Arztwahl im Spital (halbprivat oder privat), Beiträge an Zahnbehandlungen, Brillen und Kontaktlinsen, Alternativmedizin (Akupunktur, Homöopathie, TCM), Fitness-Abonnements sowie weltweiter Reiseschutz.
Für wen lohnt es sich?
Junge, gesunde Personen profitieren von günstigen Prämien, da Zusatzversicherungen eine Gesundheitsprüfung erfordern. Wer regelmässig zum Zahnarzt geht, Alternativmedizin nutzt oder Wert auf Komfort im Spital legt, kann mit einer Zusatzversicherung erheblich sparen. Familien mit Kindern profitieren häufig von Zahnversicherungen und Kieferorthopädie-Deckungen.
Worauf Sie achten sollten
Vergleichen Sie die Leistungen genau: Manche Versicherer zahlen bis zu CHF 3'000 pro Jahr für Zahnbehandlungen, andere nur CHF 500. Achten Sie auch auf Wartefristen — bei vielen Zusatzversicherungen gelten Wartezeiten von 3 bis 24 Monaten, bevor Leistungen beansprucht werden können. Schliessen Sie Zusatzversicherungen idealerweise ab, solange Sie jung und gesund sind.
Wichtig: Der Wechsel einer Zusatzversicherung ist nicht so einfach wie bei der Grundversicherung, da die neue Kasse eine erneute Gesundheitsprüfung durchführen kann. Bestehende Vorbehalte können zu Leistungsausschlüssen führen.
🚗
Autoversicherung
Autoversicherung: Haftpflicht, Teilkasko oder Vollkasko?
Die Autoversicherung in der Schweiz bietet verschiedene Stufen. Wir erklären die Unterschiede zwischen Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko und helfen bei der Wahl.
Haftpflichtversicherung — die Pflicht
Die Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung ist in der Schweiz gesetzlich vorgeschrieben. Sie deckt Schäden, die Sie Dritten mit Ihrem Fahrzeug zufügen — an Personen, Sachen und Tieren. Ohne gültige Haftpflichtversicherung dürfen Sie Ihr Auto nicht im Strassenverkehr bewegen. Die Prämien variieren je nach Wohnort, Fahrzeugtyp, Alter und Schadenfreiheitsjahren.
Teilkasko — der Basisschutz fürs eigene Auto
Die Teilkaskoversicherung deckt Schäden am eigenen Fahrzeug durch Diebstahl, Glasbruch, Elementarschäden (Hagel, Überschwemmung), Tierkollisionen und Feuer. Sie ist freiwillig, aber besonders bei neueren Fahrzeugen empfehlenswert. Die Prämien sind deutlich günstiger als bei der Vollkasko.
Vollkasko — der Rundumschutz
Die Vollkaskoversicherung umfasst alle Teilkasko-Leistungen und deckt zusätzlich Schäden am eigenen Fahrzeug durch Selbstverschulden (z.B. Parkschäden, Auffahrunfall) sowie Vandalismus. Sie empfiehlt sich besonders bei Neuwagen und Leasingfahrzeugen. Als Faustregel gilt: Ist das Fahrzeug älter als 5 Jahre, kann ein Wechsel von Vollkasko auf Teilkasko sinnvoll sein.
Tipp: Vergleichen Sie neben der Prämie auch den Selbstbehalt, die Bonusstufen und enthaltene Zusatzleistungen wie Pannenhilfe, Ersatzwagen und Parkschadendeckung. MeineSchutz vergleicht alle relevanten Anbieter für Sie.
🏠
Hausrat
Hausratversicherung: Was ist versichert?
Die Hausratversicherung schützt Ihr Hab und Gut vor Schäden durch Feuer, Wasser, Einbruch und mehr. Erfahren Sie, was genau gedeckt ist und worauf Sie achten müssen.
Was zählt zum Hausrat?
Zum Hausrat gehört alles, was sich in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus befindet und nicht fest verbaut ist: Möbel, Elektronik, Kleidung, Schmuck, Sportgeräte, Küchengeräte und vieles mehr. Auch Gegenstände im Keller, in der Garage oder auf dem Balkon sind in der Regel mitversichert. Die Versicherungssumme sollte dem tatsächlichen Neuwert Ihres gesamten Hausrats entsprechen.
Welche Gefahren sind gedeckt?
Die Standarddeckung umfasst Feuer, Elementarschäden (Hochwasser, Sturm, Hagel), Einbruchdiebstahl, Raub sowie Wasser- und Leitungsschäden. Gegen Aufpreis können Sie den Schutz um einfachen Diebstahl auswärts (z.B. Fahrraddiebstahl), Glasbruch oder Schäden durch Überspannung erweitern.
Privathaftpflicht inklusive?
Viele Versicherer bieten die Hausratversicherung in Kombination mit einer Privathaftpflichtversicherung an. Die Privathaftpflicht deckt Schäden, die Sie Dritten unabsichtlich zufügen — beispielsweise wenn Sie beim Velofahren ein parkiertes Auto beschädigen. Diese Kombination ist die kostengünstigste Lösung und wird von den meisten Versicherungsexperten empfohlen.
Wichtig: Überprüfen Sie regelmässig Ihre Versicherungssumme, insbesondere nach grösseren Anschaffungen. Eine Unterversicherung kann dazu führen, dass die Kasse im Schadensfall nur einen Teil des Schadens ersetzt.
💰
Lebensversicherung
Säule 3a: Steuervorteile richtig nutzen
Die Säule 3a ist eines der besten Steuerspar-Instrumente in der Schweiz. Wir erklären, wie Sie die gebundene Vorsorge optimal nutzen und welche Anbieter die besten Konditionen bieten.
So funktioniert die Säule 3a
Die Säule 3a ist die gebundene Selbstvorsorge im Schweizer Drei-Säulen-System. Angestellte können im Jahr 2026 maximal CHF 7'258 einzahlen (Selbständige ohne Pensionskasse bis zu 20% des Nettoeinkommens, maximal CHF 36'288). Der einbezahlte Betrag kann vollständig vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden — je nach Grenzsteuersatz spart das CHF 1'500 bis CHF 3'000 pro Jahr.
Bankkonto oder Versicherungslösung?
Bei einer Banklösung (3a-Konto oder 3a-Wertschriftenlösung) bleiben Sie flexibel: Sie bestimmen den jährlichen Einzahlungsbetrag frei und können bei Bedarf das Konto wechseln. Versicherungslösungen (3a-Police) bieten zusätzlich einen Risikoschutz bei Invalidität oder Tod, sind aber weniger flexibel und oft mit höheren Gebühren verbunden.
Tipps für die optimale Nutzung
Zahlen Sie den Maximalbetrag ein, idealerweise zu Jahresbeginn, damit Ihr Geld möglichst lange arbeitet. Eröffnen Sie mehrere 3a-Konten (maximal fünf empfohlen), um diese gestaffelt beziehen zu können — so vermeiden Sie eine hohe Steuerbelastung bei der Auszahlung. Wer einen langen Anlagehorizont hat (10+ Jahre), sollte eine Wertschriftenlösung mit höherem Aktienanteil prüfen.
Achtung: Das 3a-Guthaben ist grundsätzlich bis zur Pensionierung gebunden. Ein vorzeitiger Bezug ist nur in wenigen Fällen möglich: Erwerb von selbstbewohntem Wohneigentum, Aufnahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit oder definitive Ausreise aus der Schweiz.
🏔️
Allgemein
Umzug in einen anderen Kanton: Versicherung anpassen
Ein Kantonswechsel beeinflusst Ihre Krankenkassenprämie erheblich. Wir zeigen, welche Versicherungen Sie bei einem Umzug anpassen müssen und wie Sie dabei sparen.
Krankenkasse: Prämienregion beachten
Die Schweiz ist in über 40 Prämienregionen eingeteilt. Ein Umzug von Zürich auf das Land kann Ihre Grundversicherungsprämie um CHF 100 bis CHF 200 pro Monat senken. Umgekehrt steigt die Prämie bei einem Zuzug in eine städtische Region oft deutlich an. Bei einem Kantonswechsel haben Sie ein ausserordentliches Kündigungsrecht und können Ihre Krankenkasse per Monatsende mit einmonatiger Frist wechseln.
Autoversicherung und Kantonale Gebäudeversicherung
Auch die Autoversicherungsprämien variieren je nach Kanton und Wohnort. Melden Sie Ihren Umzug zeitnah bei Ihrer Versicherung, da falsche Angaben im Schadensfall zu Problemen führen können. In vielen Kantonen ist zudem eine kantonale Gebäudeversicherung obligatorisch — informieren Sie sich über die Regelungen im neuen Wohnkanton.
Checkliste für den Umzug
Melden Sie den Umzug bei allen Versicherungen innerhalb von 14 Tagen. Prüfen Sie die neuen Prämien für Krankenkasse, Auto- und Hausratversicherung. Nutzen Sie die Gelegenheit, alle Policen zu vergleichen und gegebenenfalls zu wechseln. Besonders bei der Krankenkasse lohnt sich ein Vergleich, da die günstigste Kasse je nach Region unterschiedlich ist.
Vergessen Sie nicht: Bei einem Umzug innerhalb des gleichen Kantons ändert sich die Prämie unter Umständen ebenfalls, falls Sie in eine andere Prämienregion wechseln.
🎓
Allgemein
Junge Erwachsene: Welche Versicherungen brauche ich?
Mit 18 beginnt die Versicherungspflicht. Wir erklären, welche Versicherungen für junge Erwachsene obligatorisch sind und welche freiwilligen Policen sinnvoll sein können.
Obligatorische Versicherungen
In der Schweiz sind die Krankenpflegeversicherung (Grundversicherung) und die Unfallversicherung (über den Arbeitgeber) obligatorisch. Wer mindestens 8 Stunden pro Woche beim selben Arbeitgeber arbeitet, ist über diesen gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert. Studierende und Personen ohne Arbeitgeber müssen die Nichtberufsunfallversicherung separat über die Krankenkasse abschliessen.
Empfohlene Versicherungen
Eine Privathaftpflichtversicherung ist dringend empfohlen — sie kostet nur CHF 5 bis CHF 10 pro Monat und schützt vor existenzbedrohenden Schadenersatzforderungen. Wer in einer eigenen Wohnung lebt, braucht zudem eine Hausratversicherung. Eine Zusatzversicherung für Zahnbehandlungen sollte möglichst früh abgeschlossen werden, da die Prämien mit dem Alter steigen und der Gesundheitszustand noch optimal ist.
Sparen als junger Erwachsener
Junge Erwachsene (19–25 Jahre) profitieren bei vielen Krankenkassen von reduzierten Prämien. Wählen Sie ein alternatives Versicherungsmodell (Telmed oder HMO) und eine höhere Franchise, um die Prämie weiter zu senken. Beginnen Sie früh mit der Säule 3a — auch kleine Beträge lohnen sich dank Zinseszins und Steuerersparnis über die Jahre enorm.
Praxis-Tipp: Erstellen Sie eine Übersicht aller laufenden Versicherungen und Prämien. So behalten Sie den Überblick und können jährlich prüfen, ob günstigere Alternativen verfügbar sind.
👨👩👧
Allgemein
Familie gründen: Versicherungsschutz für Eltern
Nachwuchs bringt Freude — und neue Versicherungsfragen. Von Mutterschaftsversicherung bis Kinderpolice: Was junge Eltern wissen müssen.
Vor der Geburt: Richtig vorsorgen
Schwangerschaftsleistungen wie Ultraschall, Geburtsvorbereitung und die Entbindung werden von der Grundversicherung übernommen. Allerdings deckt die Grundversicherung nur die allgemeine Abteilung im Spital. Wer halbprivat oder privat entbinden möchte, benötigt eine Spitalzusatzversicherung — diese muss jedoch vor der Schwangerschaft abgeschlossen werden, da Schwangerschaft als bestehender Zustand gilt.
Versicherung fürs Neugeborene
Das Neugeborene muss innerhalb von drei Monaten nach der Geburt bei einer Krankenkasse angemeldet werden. Der Versicherungsschutz gilt rückwirkend ab Geburt. Schliessen Sie Zusatzversicherungen (insbesondere Zahnversicherung) möglichst in den ersten Lebensmonaten ab — in dieser Zeit werden viele Kinder ohne Gesundheitsprüfung aufgenommen.
Finanzielle Absicherung der Familie
Mit Kindern steigt die finanzielle Verantwortung. Eine Risikolebensversicherung sichert die Familie für den Fall ab, dass ein Elternteil stirbt oder invalid wird. Die Kosten sind überschaubar: Eine Todesfallversicherung mit CHF 500'000 Versicherungssumme kostet für eine 35-jährige Person etwa CHF 20 bis CHF 40 pro Monat. Prüfen Sie auch, ob Ihre Privathaftpflichtversicherung auf eine Familienpolice umgestellt werden muss.
Nicht vergessen: Kinder profitieren von deutlich tieferen Krankenkassenprämien. In vielen Kantonen gibt es zudem Prämienverbilligungen für Familien mit niedrigem bis mittlerem Einkommen.
💼
Allgemein
Selbstständig in der Schweiz: Versicherungspflichten
Wer sich selbständig macht, muss sich um viele Versicherungen selbst kümmern. Wir erklären die Pflichten und geben Tipps für die optimale Absicherung.
Obligatorische Versicherungen für Selbständige
Als Selbständigerwerbende/r sind Sie weiterhin obligatorisch krankenversichert und müssen AHV/IV/EO-Beiträge bezahlen. Im Gegensatz zu Angestellten sind Sie jedoch nicht automatisch in der 2. Säule (Pensionskasse) und nicht über einen Arbeitgeber unfallversichert. Die Nichtberufsunfallversicherung müssen Sie in Ihre Krankenkassen-Grundversicherung einschliessen.
Freiwillige, aber dringend empfohlene Versicherungen
Eine Taggeldversicherung ist für Selbständige essenziell: Ohne Arbeitgeber erhalten Sie bei Krankheit kein Gehalt. Eine Krankentaggeldversicherung zahlt nach einer vereinbarten Wartefrist (z.B. 30 oder 60 Tage) ein tägliches Taggeld. Empfohlen wird eine Deckung von mindestens 80% des Einkommens für bis zu 730 Tage.
Vorsorge nicht vergessen
Ohne Pensionskasse müssen Sie selbst für die Altersvorsorge sorgen. Nutzen Sie die Säule 3a maximal aus — als Selbständige/r ohne Pensionskasse können Sie bis zu 20% des Nettoeinkommens einzahlen (maximal CHF 36'288 pro Jahr). Prüfen Sie auch einen freiwilligen Anschluss an eine Pensionskasse oder eine Säule-3b-Versicherungslösung.
Zusätzlich empfiehlt sich eine Berufshaftpflichtversicherung, die Schäden abdeckt, die Sie im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit verursachen. Je nach Branche kann diese sogar vertraglich gefordert sein.
😁
Zusatzversicherung
Zahnversicherung: Wann lohnt sie sich?
Zahnbehandlungen können teuer werden — die Grundversicherung zahlt fast nichts. Erfahren Sie, wann sich eine Zahnzusatzversicherung lohnt und was sie kostet.
Was die Grundversicherung nicht zahlt
Die obligatorische Grundversicherung übernimmt Zahnarztkosten nur in seltenen Ausnahmefällen — etwa bei schweren Allgemeinerkrankungen, die den Kauapparat betreffen, oder nach einem Unfall. Reguläre Kontrollen, Zahnreinigungen, Füllungen, Kronen, Brücken und Implantate müssen Sie selbst bezahlen. Ein einzelnes Zahnimplantat kostet in der Schweiz CHF 3'000 bis CHF 6'000.
Was deckt die Zahnversicherung?
Zahnzusatzversicherungen übernehmen je nach Anbieter 50% bis 80% der Kosten für Zahnarztbehandlungen, Dentalhygiene und Kieferorthopädie. Die maximale jährliche Kostenübernahme liegt typischerweise zwischen CHF 1'000 und CHF 5'000. Hochwertige Policen decken auch Implantate und Prothesen ab — hier lohnt sich ein genauer Vergleich.
Der richtige Zeitpunkt
Schliessen Sie die Zahnversicherung möglichst jung ab — am besten als Kind oder junger Erwachsener. Die Prämien sind dann tief, und es bestehen in der Regel keine Vorerkrankungen. Viele Versicherer verlangen vor Abschluss einen zahnärztlichen Befund. Bestehende Zahnschäden oder laufende Behandlungen werden ausgeschlossen. Beachten Sie zudem die üblichen Wartefristen von 6 bis 12 Monaten.
Rechenbeispiel: Eine Zahnversicherung kostet für einen 30-Jährigen etwa CHF 25 bis CHF 50 pro Monat (CHF 300–600/Jahr). Wer regelmässig zwei Dentalhygiene-Sitzungen à CHF 200 und eine jährliche Kontrolle hat, erhält bereits CHF 250 bis CHF 400 zurück. Bei grösseren Behandlungen rechnet sich die Versicherung schnell.
🩺
Krankenkasse
Unfallversicherung: Was deckt die Grundversicherung ab?
In der Schweiz sind die meisten Arbeitnehmer über den Arbeitgeber unfallversichert. Doch was passiert bei Nichtberufsunfällen? Wir klären auf.
Berufsunfallversicherung (BU)
Jeder Arbeitnehmer in der Schweiz ist obligatorisch gegen Berufsunfälle versichert — die Prämien trägt der Arbeitgeber. Die Versicherung deckt Heilungskosten, Taggelder (80% des versicherten Lohns), Invalidenrenten und Hinterlassenenleistungen. Der versicherte Lohn ist auf CHF 148'200 pro Jahr begrenzt (Stand 2026). Wer mehr verdient, sollte eine Zusatzdeckung prüfen.
Nichtberufsunfallversicherung (NBU)
Arbeitnehmer, die mindestens 8 Stunden pro Woche beim selben Arbeitgeber arbeiten, sind auch gegen Nichtberufsunfälle (Freizeit) versichert. Die NBU-Prämien werden vom Arbeitnehmer getragen. Wer weniger als 8 Stunden arbeitet, Teilzeit bei mehreren Arbeitgebern arbeitet oder erwerbslos ist, muss die Unfalldeckung in die Krankenkassen-Grundversicherung einschliessen.
Lücken erkennen und schliessen
Die UVG-Versicherung hat Grenzen: Der Maximallohn von CHF 148'200 bedeutet, dass Gutverdiener bei einem Unfall nur ein reduziertes Taggeld erhalten. Zudem sind Integritätsentschädigungen bei dauerhaften Beeinträchtigungen oft tiefer als erwartet. Eine UVG-Zusatzversicherung (UVGZ) über den Arbeitgeber oder eine private Unfallzusatzversicherung kann diese Lücken schliessen.
Wichtig für Selbständige: Als Selbständigerwerbende/r besteht keine UVG-Pflicht. Sie können sich freiwillig bei der SUVA oder einem privaten Versicherer gegen Unfälle versichern. Ohne diese Deckung sind Sie bei Unfällen nur über die Grundversicherung (mit Franchise und Selbstbehalt) geschützt — Taggelder und Renten entfallen komplett.